Anmeldung und Aufnahmebedingungen:

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu diesen Themen. 

Allgemeines:

Wie fördert man ausländische Schülerinnen und Schüler an einer weiterführenden Schule und ermöglicht ihnen trotz sprachlicher Probleme den mittleren Schulabschluss?

Unter Migrantenkindern, die in der Regel erst eine Übergangsklasse der Hauptschule eingeschult werden, befinden sich nicht selten Kinder, deren kognitive Fähigkeiten und deren Vorbildung sie zum Besuch einer weiterführenden Schule befähigen. Ihre sprachlichen Defizite lassen aber einen Erfolg in regulären Klasssen weiterführender Schulen zweifelhaft erscheinen. In den Übergangsklassen der Hauptschulen sind sie wegen des heterogenen Leistungsvermögen der Schülerschaft jedoch unterfordert.

Eine unterrichtsintegrierte, erfolgsorientierte Förderung von leistungsstarken Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache bietet die Städtische Carl-von-Linde-Realschule seit 1976 in ihren I-Klassen ("I" wie international).

Besonderheiten des Konzepts der I-Klassen:

  • abweichende Stundentafel in relevanten Fächern von der 5. bis zur 10. Klasse
  • zusätzliche Stunden in Deutsch, Englisch und den Profilfächern
  • darüber hinaus Förderunterricht in den Prüfungsfächern
  • Lehrkräfte mit Erfahrung im Unterrichten von Schülerinnen und Schülern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist
  • ausgebildete Lehrkräfte im Bereich Deutsch als Fremdsprache
  • innere Differenzierung in Kernfächern je nach Vorbildung
  • überschaubare Klassenstärke im Hinblick auf individuelle Förderung
  • Austausch und Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern aller Klassen innerhalb des Konzepts der Ganztagsklasse
  • Elternarbeit unter besondere Berücksichtigung sprachlicher Barrieren
  • gemeinsamer Unterricht von internationalen und Regelklassen in einzelnen Fächern
  • Wechsel in eine Regelklasse bei behobenen sprachlichen Defiziten
  • Lernmodule zur Berufsorientierung und Berufsfindung

Die Carl-von-Line-Realschule ist ein Lern- und Lebensort, der Schülerinnen und Schüler aus über 55 Nationen zusammenschweißt. Folgende Maßnahmen helfen dabei:

  • Ganztagesklassen
  • gemeinschaftsfördernde Klassenfahrten
  • Begegnungen beim Mittagessen in der Mensa
  • interkulturelle Mädchenarbeit
  • von Schülerinnen und Schülern eigenverwaltete Cafeteria "Linde International" - eine multikulturelle Begegnungsstätte.
  • Schulfeste mit interkulturellen Beiträgen
  • internationale Schulberatung
  • zusätzliche Förderkurse in Deutsch, Englisch und Mathematik
  • eLearning
  • Zusammenarbeit in diversen Wahlkursen und Sportgruppen
  • Zusammenarbeit mit Studentinnen und Studenten der LMU im Rahmen des Mercator-Deutsch-Förderprojekts
  • Einbeziehung auslädischer Eltern in das Schulleben
  • Förderkurse zur Prüfungsvorbereitung

Lesen Sie auch einen Bericht des Münchner Wochenanzeigers zur internationalen Kultur an der Carl-von-Linde-Realschule.